Landesarbeitsgemeinschaft
Kunst und Medien NRW e.V.

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You are here

Mönchengladbach

Verlust, Abschied und Sehnsucht gehören zum Leben – auch für Kinder und Jugendliche. Im Kunstprojekt „You are here“ unter der Anleitung der Referentinnen Beate Krempe und Daniela Löh wurde im Haus der Künste ein Raum für jene Gefühle, Erinnerungen und neue Hoffnungen geschaffen. Gemeinsam testete eine Gruppe junger Menschen kreative Wege aus, um mit dem Verlust und damit verbundenem Vermissen umzugehen. Durch Malen, Basteln, Schreiben, Gestalten und gemeinsamen Ritualen entstanden persönliche Kunstwerke, die Trost spenden und Erinnerungen lebendig halten sollten.

You are here - Auch Verlust lässt sich künstlerisch umsetzen

Auch Verlust lässt sich künstlerisch umsetzen

Das Haus der Künste ist ein Ort des kreativen Austausches. Unter inspirierender Atmosphäre und vertrauter Gemeinsamkeit kamen dort 14 junge Menschen zusammen und verarbeiteten intime Themen wie Trauer, Verlust und Vergänglichkeit.

In altersgerechter Form sollten diese schweren Gefühle und Bedeutungen kreativ umgesetzt werden. Einige der Teilnehmenden waren bereits mit dem Haus der Künste vertraut und ließen sich schnell auf die Arbeit mit den beiden Referentinnen ein. In ganz unterschiedlicher Form griffen die Teilnehmer*innen diese Dinge auf. Es wurde gemeinsam gebastelt, gemalt, geschrieben und auch erzählt. Manche Kinder und Jugendlichen schrieben ihre ganz persönlichen Geschichten nieder und malten Bilder, um aufzuzeigen, was sie verloren hatte.

Im späteren Verlauf wurden den Teilnehmenden Weinkisten zur Verfügung gestellt, die sie gestalten sollten. Sie dienten als Miniaturräume, in die man sich zurückziehen konnte, um dort Erinnerungen sicher aufzubewahren. Die Ergebnisse waren vielseitig und lagen irgendwo zwischen Trauerzimmern, Wohlfühlräumen und surrealen Alternativrealitäten. So entstanden Zimmer im Meer, in den Wolken mit Phantasiewesen und ganz vielen Sternen. Für die darauffolgende Präsentation der Werke wurde aus den Weinkisten eine ganze Stadt mit einem Spielplatz, einem See und einer großen Wiese im Zentrum gebaut.

In der letzten Phase arbeiteten die Teilnehmer*innen mit Ton und formten Herzen, Blumen und Gefäße. Kleine Andenken, an all die Dinge, die ihnen wichtig waren und sie eng bei sich trugen. Zusätzlich wurden Federn aus Papier gebastelt, die sich später zu Engelsflügeln zusammensetzen ließen. Vor diesen wurden die Kinder und Jugendlichen fotografiert, um ihnen ein Gefühl der Leichtigkeit in dieser intensiven Arbeitsphase zu vermitteln.

Über den Projektzeitraum standen den jedem Teilnehmenden Staffeleien zur Verfügung, die sie mit Acryl bemalen konnte. Unter den Namen „Unser Herzensprojekt“ sammelten sich Kunstwerke zum organischen Herz in ganz unterschiedlicher Form. Mit Ton, in der Collage und auf den Leinwänden hinterließen die Kinder und Jugendlichen ihre Spuren und Gedanken zum Thema.

Schnell zeigte sich, dass aus einem kreativen Projekt mehr wurde als nur das Arbeiten mit verschiedenen Materialien - es wurde ein Treffpunkt geschaffen, der den Austausch zwischen den Teilnehmenden anregte, Geborgenheit hervorrief und Verständnis füreinander und sich sebst aufbrachte. Die Thematik rund um Verlust und Trauer wurde sensibel aufgearbeitet und vertrauensvoll vermittelt, so verstanden die Teilnehmenden schnell, dass Trauer nicht einsam sein musste und Sorgen sich teilen ließen. Es wurden Freundschaften geschlossen, Vertrauen in sich selbst gefasst und Normalität auch in schweren Zeiten gelebt.

Projektleitung, Kooperation & Förderung
Leitende Referentin: Beate Krempe und Daniela Löh
Teilnehmendenstruktur: 14 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 6 und 20 Jahren
Projektzeitraum: Workshop 01.03.-30.06.2025
Ort: Mönchengladbach
Das Projekt fand in Kooperation mit dem Haus der Künste statt. Ermöglicht wurde das Projekt durch das  Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

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