Landesarbeitsgemeinschaft
Kunst und Medien NRW e.V.

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Meine, deine, unsere Rechte

Hagen
16. Juni 2017

Grundgesetze gibt’s nicht ohne Grund. Junge Geflüchtete und einheimische Jugendliche haben zusammen einen Hip-Hop-Song über das deutsche Grundgesetz geschrieben, produziert und dazu ein Musikvideo gedreht.

Meine, deine, unsere Rechte - Musikvideoproduktion

Musikvideoproduktion

Im Dezember 2016 kamen im Hagener Jugendkulturzentrum Kultopia junge Menschen mit und ohne Fluchthintergrund zusammen, um gemeinsam einen Song über das Grundgesetz zu produzieren. Unterstützt wurden die TeilnehmerInnen von den Hip-Hop-Musikern und Produzenten Gandhi Chahine und Germain Bleich (Sons of Gastarbeita), sowie von den Medienpädagogen Alexander Spelsberg und Achim Böcking.

Im Projekt

Zu Beginn tauschten sich die TeilnehmerInnen darüber aus, welche Vorstellungen sie mit  den Artikeln des Grundgesetzes in Verbindung bringen: Freie Meinung, Gleichberechtigung, Religionsfreiheit, Schutz der Ehe und Familie, Versammlungsfreiheit, Reisefreiheit u.a.
Die geflüchteten Jugendlichen wurden dazu motiviert, ihre bisherige Lebenssituation und ihren kulturellen Erfahrungshintergrund darzustellen und ihre Erlebnisse beim Ankommen in einer fremden Gesellschaft zu schildern. Ihre Vorstellungen, Wünsche, Gefühle, Hoffnungen und Ängste wurden dabei sichtbar und dienten – neben den Erfahrungen der deutschen Jugendlichen – als inhaltliche Vorlage für die kreative Umsetzung in Musik und Text.  Der Songtext wurde zu einem Beat geschrieben, der von Germain Bleich komponiert wurde.
Von Probe zu Probe wurde der Text immer besser, die Jugendlichen arbeiteten an den Inhalten und an den Feinheiten der Aussprache – gerade für die Geflüchteten war die Betonung der Wörter zu einem rhythmischen Beat eine große Herausforderung. Es war in dem Zusammenhang schön zu beobachten, dass die deutschen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund  den Geflüchteten immer wieder halfen und sie motivierten.
Darauf hin trafen sich die Jugendlichen mit Germain Bleich im Studio, um den Song aufzunehmen. Die TeilnehmerInnen entwickelten im Anschluss mit den Medienpädagogen Ideen, die in einem Drehbuch zusammengefasst wurden, u.a. wollten die Jugendlichen quasi von einem Podium aus ihre Botschaften rappen, in einem anderen Take einige Schlagwörter wie „Gleichberechtigung“ und „Religionsfreiheit“ als Plakat hochhalten. Die Jugendlichen agierten vor und hinter der Kamera und wurden von den Medienpädagogen dabei unterstützt. 
Am 16. Juni 2017 wurde das Video im Kultopia der Öffentlichkeit vorgestellt.
Das Projekt fand in Kooperation mit dem Kultopia Hagen und dem Music Office Hagen statt. Ermöglicht wurde das Projekt durch eine Sonderförderung aus Mitteln des Kulturrucksack NRW des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein Westfalen.

Video

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