Ton trifft Tradition

Traditionen kreativ umgesetzt
An vier Tagen kam die kleine Gruppe um die beiden Referent*innen Debora Ando und Achim Zepezauer zusammen, um sich intensiv mit den eigenen Wurzeln auseinander zu setzen. Den Auftakt bildete ein gemeinsames Brainstorming zu der Frage:
Was bedeuten Traditionen für uns und wie können wir sie künstlerisch sichtbar machen?
Gemeinsam sprachen die Teilnehmerinnen über kulturelle Muster, Symbole, Farben und Designs sowie den Möglichkeiten, diese in der angewandten Kunst Ausdruck finden zu lassen. Dabei entstand ein offener Raum, in dem persönliche Geschichten, Erinnerungen und unterschiedliche Perspektiven miteinander geteilt wurden und die Vertrautheit zueinander auf große Freude stieß.
Im Anschluss begann die praktische Arbeit an den Zeichnungen und Skizzen, durch die erste Ideen und Konzepte von den Teilnehmerinnen entwickelt wurden. Darauf aufbauend erlernten sie die Technik der Collagraphie, einer Druckgrafikmethode, bei der strukturierte Materialien auf eine Druckplatte aufgebracht werden. Eine vielfältige Auswahl an Materialien wie Karton, Zahnstocher, Stoffreste, Blätter und weitere Fundstücke standen zur Verfügung und wurden von den Mädchen bereitwillig in ihre Arbeiten mit einbezogen.
Doch das war noch nicht alles, die Mädchen machten sich auch mit dem Transfer der Drucke auf Ton vertraut – eine Verbindung von Grafik und Keramik, die zu sehr individuellen und interessanten Kunststücken führte. Zudem arbeiteten die Teilnehmerinnen mit der Cyanotypie, einem kameralosen fotografischen Verfahren, sowie mit der Kaltnadelradierung. Bei letzterem ritzten sie Zeichnungen mit einer Radiernadel in Kunststoff oder Metallplatten, die anschließend eingefärbt und auf Büttenpapier gedruckt wurden.
Durchweg zeigte sich das Team engagiert und neugierig in ihrer Gestaltung und künstlerischen Freiheit. Daraus entstanden Kunstwerke mit starkem persönlichem Charakter und hoher Individualität. Doch es wurde nicht nur kreativ gearbeitet, denn durch die Projekttage zogen sich kulturelle Dialoge, Selbstreflexion und gegenseitige Inspiration für die eigenen Arbeiten.
„Ton trifft Tradition“ schloss mit einer Präsentation im Sommer ab. Dort wurden die fertigen Kunstwerke nicht nur betrachtet, sondern auch reflektiert. Als Team ließ die Gruppe ihre gemeinsame Zeit Revue passieren und war sich einig: die Zeit zusammen war ein voller Erfolg, die allen Teilnehmenden noch lange in Erinnerung bleiben würde.
Projektleitung, Kooperation & Förderung
Leitende Referentin: Debora Ando und Achim Zepezauer
Pädagogische Betreuung: Sandra Struzek
Teilnehmendenstruktur: 12 Kinder, Jugendliche & junge Erwachsene zwischen 10 und 21 Jahren
Projektzeitraum: Workshop 01.05.-30.05.2025
Ort: Düsseldorf
Das Projekt fand in Kooperation mit dem Caritasverband Düsseldorf e.V. statt. Ermöglicht wurde das Projekt durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.







