Landesarbeitsgemeinschaft
Kunst und Medien NRW e.V.

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Stein auf Stein

Dortmund
17. September 2020

Spielen mit Steinen. 

"Fühl mal, wie schön glatt und rund dieser Stein ist. Und hier- der sieht aus wie eine Eiswaffel !" Ich mag die Muscheln mit den Streifen und die spitzen Schneckenhäuser."

Im direkten Setzverfahren gestalten Kinder mit Steinen, Muscheln, Glas- und Fundstücken ihre eigenen Mosaike.  Bei dieser Technik steht das freie Spiel mit unterschiedlich beschaffenen Materialien im Vordergrund.

Stein auf Stein - Mosaikwerkstatt

Mosaikwerkstatt

Projektverlauf
Die Grundidee war den Kindern das Material Natursteine näherzubringen. Es ging darum durch Haptik und Optik Unterschiede zu erfahren und diese zu nutzen beim Legen eines Mosaiks.
Viele kannten zwar die Kunstform, aber der Name „Mosaik“ und die Herstellung war den meisten unbekannt. Es entstand gleich eine hohe Motivation eigene Werke anzufertigen. Die Kinder durften sich Gegenstände aus den zahlreichen, unterschiedlichen Steinen und Muscheln aussuchen und legten sie in den mit Sand gefüllten Holzkasten. Dabei wurden keine Vorgaben gegeben, so dass ein freies, kreatives Spiel entstand. Die Kinder arbeiteten hierbei sorgfältig und konzentriert. Es entstanden unterschiedlichste Muster. Spontan fanden sich Kinder, die graue Steine bunt malen wollten, um sie am nächsten Tag einzubauen.
Der zweite Tag begann mit einer Spielrunde, in der der Gegenstand „Stein“ im Mittelpunkt stand. Mit allen Sinnen wurden verschiedenste Steine erforscht. Danach wurden die vorgelegten Mosaike genau betrachtet. Die Kinder fanden so nochmal einen anderen Blick auf ihre Kunstwerke. Einige wollten Steine austauschen und etwas verändern. Die Kinder bekamen die Möglichkeit ihr Muster mit verschiedenen Materialien abzumalen oder zu zeichnen. Andere Kinder begannen an ihrem Holzkasten eine Rückwand einzubauen. Das Arbeiten mit Hammer und auch Bohrer war für viele etwas ganz Neues und Aufregendes. Auch das selbstständige Anrühren des Betons machte allen Teilnehmenden Freude. Hierbei mussten die Kinder aktiv zusammenarbeiten. Dann wurden die ersten Holzrahmen mit Beton gefüllt, sorgfältig wurden eventuelle Luftblasen hinausgeschüttelt und überschüssiges Wasser abgelassen. Im letzten Schritt wurden dann die fertigen Mosaikmuster Stein für Stein in den Beton übertragen.
Im Laufe des dritten Tages wurde mehrmals Beton gemischt, um alle Werke fertig zu stellen. Die Kinder assistierten sich gegenseitig bei den anfallenden Aufgaben. In der Einrichtung fanden sich noch weitere geeignete Behälter, so dass auch gemeinsame Werke entstehen konnten. Zum Schluss wurden auch noch weitere Betonwerke spontan aus den Resten erstellt, das Experimentieren machte den Teilnehmer*innen großen Spaß. Die Rückmeldungen in der Feedbackrunde waren sehr positiv, alle würden gerne weitere Mosaike herstellen.

Projektleitung, Kooperation & Förderung
Leitender Referent*in: Rieke Bludszat
Pädagogische Begleitung: Kim Bernhardt & Lisa Heß
Teilnehmerstruktur:  11 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren
Projektzeitraum: 8. bis 10. Juli 2020
Ort: Dortmund
Das Projekt fand in Kooperation mit dem Treffpunkt KEZZ des Planerladen e.V. statt.
Ermöglicht wurde das Projekt durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein Westfalen.

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