Landesarbeitsgemeinschaft
Kunst und Medien NRW e.V.

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Songs in real life

Krefeld
15. Januar 2022

Die besten Songs schreibt das Leben selbst.
Wie klingen aktuelle Hits wohl im wahren Leben? „Songs in real life“ heißt das kreative Rezept für jede Menge Spaß: Kurze Clips in denen die Hooks bekannter Songs auf Alltagssituationen treffen. Im Jugendzentrum Casablanca haben Kinder und Jugendliche mit der Unterstützung des Teams von freigesprochen Mediencoaching ihr Leben in humorvolle Musikvideos verwandelt.

Songs in real life - freigesprochen

freigesprochen

Projektverlauf
Das Konzept „Songs in real life“ funktioniert mit bekannten, meist aktuellen Musiktitel, die mit neuen Texten versehen werden. Diese beschreiben ganz alltägliche Situationen und Probleme aus der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen.
Nachdem sich alle Beteiligten vorgestellt und etwas kennengelernt hatten, wurde das Projekt vorgestellt. Wer jetzt denkt so ein lustiges Musikvideo sei schnell mal abgedreht, der irrt. Zuerst muss eine Songsauswahl getroffen und danach müssen die passenden Instrumentalversionen der Lieder gefunden werden. Als nächster Schritt, wenn man sich für ein Thema entschieden hat, fleißig getextet werden. Der Text muss nur nicht cool klingen, sondern natürlich auch auf den Rhythmus passen und sich nach Möglichkeit an der ein oder anderen Stelle reimen. Gar nicht so leicht- da qualmen ordentlich die Köpfe. Jede Gruppe suchte nach einem Thema und legte mit Unterstützung der Fachkräfte mit dem Texten los. Mit Unterstützung der Referent*innen und der Einrichtungsleiterin hatten alle drei Gruppen am Ende des 1. Tages die Texte fertig geschrieben und waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Am zweiten Tag ging es ab ins professionell eingerichtete Tonstudio. Alle Teilnehmer*innen sangen nacheinander ihren Song mit dem zur Verfügung gestellten Playback ein. Die anfängliche Schüchternheit wurde durch die empathische und lockere Art der Referent*innen bei allen überwunden. Am Ende waren alle sehr stolz, dass sie sich getraut hatten. Die Ausgestaltung des Tonstudios trug dazu bei, dass sich die Beteiligten gesehen, gehört und damit sehr wichtig fühlten.
Tag 3 & 4 stand der Videodreh auf dem Programm: Zwei Drehtage für drei Musikvideoclips- ganz schön sportlich! Da war gute Organisation gefragt! Mit hoher Motivation halfen alle vor und hinter der Kamera fleißig mit und unterstützten sich gegenseitig und so lief alles wie am Schnürchen. Welche Requisiten werden gebraucht? Wie muss das Set aufgebaut sein? Welche Dialoge machen Sinn als Intro für das Lied? Auch einen ersten Einblick in das Thema Schnitt & Nachbearbeitung erhielten die Workshopteilnehmer*innen von den Medienprofis. Die finale Postproduktion übernahm im Anschluss das Team von Freigesprochen Mediencoaching. 

Das Feedback der Workshopteilnehmer*innen war sehr positiv. Die Kinder & Jugendlichen fanden es toll, dass sie viel Eigenverantwortung und Freiraum hatten und Dinge, wie Gesang oder Schauspielerei hautnah ausprobieren konnten. Auch das Basteln von Requisiten, Einrichten von Sets oder zusammenstellen von Kostümen bereitete allen großen Spaß. Und jede Menge leuchtende Augen gab es dann am Ende bei der Premiere der fertigen Videoclips, die nun auch auf YouTube zu sehen sind.

O-Töne der Teilnehmer*innen:
„Mir hat das Projekt Spaß gemacht und ich möchte so etwas noch mal machen.“
„Ich fänd‘ es cool, wenn man für manches mehr Zeit hat, z.B. fürs entwickeln der Videos.“
„Den Text zu schreiben fand ich schwer, aber dann hat es doch noch geklappt. Und ich habe mich gefreut, dass ich den Mut hatte zu singen. Vor dem Projekt hätte ich nicht gedacht, dass ich das kann.“
„Das bockt - aber so richtig!“ (bockt = macht sehr viel Spaß)

Projektleitung, Kooperation & Förderung
Medienpädagogische/Kulturpädagogische Leitung: Sunny Bansemer, Marco Rentrop & Mario Longo von freigesprochen Mediencoaching
Pädagogische Leitung: Ursula Hakes
Teilnehmer*innenstruktur:  9 Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 14 Jahren
Projektzeitraum: 11. bis 19. September 2021
Ort: Krefeld
Das Projekt fand in Kooperation mit dem Jugendzentrum Casablanca der Katholischen Kirchengemeinde Krefeld-Oppum statt.
Ermöglicht wurde das Projekt durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein Westfalen.

Video

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