Landesarbeitsgemeinschaft
Kunst und Medien NRW e.V.

Wittener Straße 3
44149 Dortmund
Tel.: 0231-98 88 70 66

Recht und Würde

Dortmund
16. Oktober 2018

Mensch - Du hast Rechte!
In diesem ambitionierten Fotoprojekt wollen wir mit Dortmunder*innen aus allen gesellschaftlichen Bereichen eine großformatige Plakatkampagne zu den 30 Artikeln der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte realisieren, die 1948 von den Vereinten Nationen ausgerufen wurden. Denn egal ob Kleinkind, Senior*in, Mensch mit Behinderung, Migrant*in, Geflüchtete*r, Straftäter*in, Schwuler, Lesbe, Bi oder Trans*person: die Menschenrechte gelten für jede*n – immer – überall. Aber was steht da eigentlich genau? Und wozu braucht es Menschenrechte?

Recht und Würde - Plakatkampagne zu den Menschenrechten

Plakatkampagne zu den Menschenrechten

Mitmachen!!!

Wir suchen engagierte Projektgruppen, die Lust haben ihre eigenen Motive zu den Artikeln der Menschenrechte vor und hinter der Kamera umzusetzen.

Wir bieten:
- Viertägige Workshops rund um Fotografie, Motivsuche, Bildgestaltung & Co.
- einen Aktionstag, an dem Ihr gemeinsam mit einem Werbegrafiker eure Motive in eine ausdrucksstarke Plakatkampagne verwandelt
- die Mitgestaltung eurer eigenen Begleitausstellung auf der UZWEI im Dortmunder U Ende 2019

Ihr seid:
- ein sozialer Träger, eine Wohngruppe, eine Kita, eine Schulklasse, ein Integrationszentrum, eine Jugendeinrichtung, ein Verein
- zwischen 5 und 85 Jahre alt
- 12 bis 20 Personen
- interessiert an Fotografie, Neuen Medien und neugierig, was neues auszuprobieren

Dann meldet euch unter 0231-98 88 70 66 oder über unser Kontaktformular.

Background

Die Projektidee
Zusammen mit Kita-Gruppen, Schulklassen, Wohngruppen, Integrationszentren, Vereinen aber auch Seniorentreffs wollen wir den Inhalt der Erklärung der Menschenrechte genauer unter die Lupe nehmen und die einzelnen Artikel fotografisch in aussagekräftigen Motiven umsetzen. Werden alle verstanden, und wenn ja, wie genau? Wie unterscheiden sich die Paragrafen voneinander? Gibt es persönliche Erfahrungen von Diskriminierung? Wir sammeln Inhalte, Erfahrungen, Geschichten. Wir bieten einen Ort des Austausches, der Annäherung und der Verständigung.
Im Rahmen von viertägigen Workshops werden der Inhalt der Erklärung bearbeitet und die einzelnen Artikel fotografisch in aussagekräftigen Motiven umgesetzt.
Im Anschluss an die Workshops findet ein Kampagnen-Tag statt mit Vertreter*innen aus den Gruppen, an welchem die finalen Motive für die Plakat-Kampagne ausgewählt und zusammen mit einem Grafikdesigner gestaltet werden. Diese Motive sollen für die großformatigen Plakate genutzt werden. Zusätzlich findet ab Dezembr 2019 eine Ausstellung auf der UZWEI – kulturelle Bildung im Dortmunder U statt, welche neben den Plakaten auch Portraits der beteiligten Gruppen und Institutionen, Interviews mit Einzelpersonen und Hintergrundinfos zum Projekt bieten. Die Ausstellung lädt die Besucher*innen dazu ein sich aktiv und kreativ mit den Menschenrechten auseinanderzusetzen.

Für wen?
Wir möchten mit ca. 10 Gruppen von 12 bis 20 Personen aus den Bereichen Seniorenarbeit, Jugendhilfe, LSTBI, AWO, Integrationszentren, Jugendgerichtshilfe etc. arbeiten. Die Altersspanne beträgt ca. fünf bis 85 Jahre. Gruppen können sich bei der LAG KM anmelden.

Warum?
Die abstrakt und allgemein gehaltenen Formulierungen in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte erschweren oftmals den unmittelbaren und persönlichen Bezug zu den Menschenrechten. Durch die emotionale und einfache Bildsprache des Plakats soll das Projekt Teilnehmende ebenso wie den Betrachter zur Reflexion anregen. Die Menschenrechte geben uns eine moralische und ethische Orientierung. Freiheit und Humanität sind universell geltende Werte unabhängig von Religion, Status und Ethnie. Ihre Wirkung entfaltet die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aber erst, wenn sie auch verstanden und umgesetzt wird.

Unser Ziel ist eine Plakatkampagne, die großformatig im öffentlichen Raum zu sehen sein wird. Mit prägnanten Fotos und einer auffallenden Farbwahl möchten wir Aufmerksamkeit schaffen. Im Vorbeigehen werden Betrachter*innen die markanten Plakate wahrnehmen. Sie werden aufgefordert sich mit den Inhalten zu beschäftigen und bekommen einen Denkanstoß die eigenen Einstellungen zu überprüfen.

Was bringt’s?
Mit unserem Projekt möchten wir:

  • Menschen Mut machen, selbst Verantwortung für sich zu übernehmen und für die Menschenrechte einzustehen (insb. Minderheiten)
  • Teamarbeit in der Gruppe dadurch stärken, dass alle Personen zum Gelingen des Projektes mit ihren individuellen Fertigkeiten beitragen
  • Andere Menschen und deren Lebenswirklichkeit kennenlernen
  • Das Thema „Menschenrechte“ in der Großstadt gemeinsam reflektieren (z.B. beim Kampagnentag) und ihre gesellschaftliche Anerkennung und Umsetzung hinterfragen
  • praktische Fertigkeiten im Bereich Fotografie/Grafik vermitteln
  • Selbstbewusstsein der Teilnehmenden durch den Erfolg der Kampagne steigern ("Ich bin stolz, weil ich daran mitgewirkt habe/ einen Beitrag zu etwas Größerem geleistet habe/ ich etwas völlig Neues ausprobiert habe") –öffentliche Präsentation – dadurch Anerkennung und Wahrgenommen-Werden in der Mehrheitsgesellschaft

Das Publikum wird durch die Kampagne zum Nachdenken und eigenverantwortlicher Recherche über die Menschenrechte und ihre Umsetzung angeregt. Durch die Ausstellung erhalten die Besucher*innen Einblick in die Lebenswelten von Menschen, mit denen sie in ihrem normalen Alltag nicht in Kontakt kommen. Dabei werden Klischees, Vorurteile und vorgefertigte Meinungen über den Anderen infrage gestellt und reflektiert. Dieser Effekt ist besonders stark, weil die Themen nicht von oben herab und mit „aktivistischen“ Zeigefinger vermittelt werden, sondern von ganz „normalen“ Mitmenschen aus den unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen.

Durch die professionelle Aufmachung der Plakatkampagne werden so auch Menschen erreicht, die nicht persönlich oder beruflich mit den involvierten Gruppen zu tun haben. Dadurch leistet „Recht und Würde“ einen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Projektleitung, Kooperation & Förderung
Projektleitung: Iris Wolf und Jörg Meier - Selfiegrafen
Projektzeitraum: September 2018 bis Dezember 2019., Ausstellung im Dortmunder U ab Dezember
Das Projekt findet in Kooperation mit der UZWEI - kulturelle Bildung im Dortmunder U statt.
Ermöglicht wird das Projekt durch das Kulturbüro Dortmund, den Fond Soziokultur und das  Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein Westfalen.

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