Landesarbeitsgemeinschaft
Kunst und Medien NRW e.V.

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Feel like an artist

Bochum
14. Januar 2022

So soll es sein: Die offene Kreativwerkstatt im ev. Thomaszentrum ist ein Ort des Ausprobierens, Experimentierens und Lernens. Eine Fülle an Materialien steht zur Verfügung, ebenso verschiedene Arbeitsmethoden und künstlerische Schwerpunkte. Hier werden Erfahrungen gemacht, kreative Lösungen gefunden und Neues geschaffen. Was passiert, wenn ich Acrylfarbe mit Ölfarbe mische? Wie kann eine gebaute Skulptur selbständig stehen? Wie baue ich eine Maske oder eine Handpuppe? Kann ich sie zum Leben erwecken und ihr vielleicht sogar eine eigene Geschichte geben? Dies und vieles mehr sind Fragen, mit denen sich Kinder unterschiedlichster Hintergründe unter der Leitung von Antje Hemmer und Sara Hasenbrink beschäftigt haben.

Feel like an artist - Kreativer Freiraum

Kreativer Freiraum

Ziel des Projekts war es, sich spielerisch mit sich selbst, den eigenen Ideen und Bedürfnissen auseinander zu setzen und den/die Anderen besser verstehen zu lernen, um ein friedliches Miteinander zu fördern und dabei zusätzlich noch dem eigenen Ausdruck Raum zu geben.
Die pandemiebedingten Einschränkungen haben Spuren bei Kindern und Jugendlichen hin-terlassen: durch HomeSchooling und Wegfall von Freizeitaktivitäten wurde ihr Erfahrungs-horizont stark begrenzt. Schulausflüge fanden größtenteils nicht statt, sodass die Kinder und Jugendlichen vieles, was wir für selbstverständlich erachten, noch gar nicht kennengelernt und ausprobiert haben. Nicht jede Familie hat die Möglichkeiten, ihren Kindern Alternativbeschäftigung zu bieten. Der Umgang mit und das Verhalten gegenüber Gleichaltrigen ist keine Selbstverständlichkeit. Um die Freude am Projekt zu wecken und zu erhalten wurde der Ablauf des Projekts individuell nach Tagesform und im Hinblick auf die Bedarfe der Zielgruppe angepasst. Die Teilnehmenden entschieden selbst, ob und in welchem Maß sie am Projekt teilnehmen möchten.
Und das haben wir gemacht
Es wurde mit Ton gearbeitet, Figuren und Insekten modelliert, Geschichten für und über die entstandenen Wesen erfunden und erzählt. Die Projektkinder haben mit Farben auf großformatigen Papieren experimentiert, sich Theaterszenen ausgedacht und vorgespielt, die sich oft um den familiären Alltag drehten.
Aber auch Themen wie die Verwandlung in eine andere Person, die Dinge auf dieser Welt bewirken kann, wie zum Beispiel: Das Klima verbessern oder die Natur und deren Tiere zu schützen wurden künstlerisch bearbeitet. Es wurden Portrait-Fotos gemacht, auf denen sich die Kids verwandelt darstellten und einen selbstgebastelten Zauberstab und eine Krone tragen, sowie Schminke. Bei vielen der Teilnehmer*innen war das „Küchespielen“ eine bedeutende Sache - dafür wurden aus Ton Lebensmittel und Küchengeräte hergestellt, die dann im Spiel eingesetzt wurden. Das Herstellen und Bauen von Leinwänden aus Holz, das Zuschneiden von Leinenstoff und die Gestaltung und Bemalung dieser Rahmen trugen dazu bei, die Kinder in ihrer Selbstwirksamkeit zu unterstützen und ihnen neue Erfahrungsräume zu eröffnen. Gerade die handwerkliche Auseinandersetzung mit Materialien, die die Kinder nicht aus dem familiären oder schulischen Alltag kannten, stieß auf große Begeisterung. Als besonderes Abschluss-Highlight kam am letzten Projekttag der Beatboxer Carlos Howard dazu und führte mit den Teilnehmer*innen einen Schnupperworkshop durch.

Projektleitung, Kooperation & Förderung
Leitende Referent*innen: Antje Hemmer & Sara Hasenbrink
Pädagogische Begleitung: Kay Germerodt
Teilnehmer*innenstruktur:  15 Kinder zwischen 6 und 11 Jahren
Projektzeitraum: 28. April bis 30. September 2021
Ort: Bochum
Das Projekt fand in Kooperation mit dem Thomaszentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Querenburg  statt.
Ermöglicht wurde das Projekt durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein Westfalen.

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