Landesarbeitsgemeinschaft
Kunst und Medien NRW e.V.

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Das Loop Labor

Dortmund

Anlässlich der HMKV-Ausstellung Holding Pattern ­– Loops und andere Warteschleifen hat der HMKV in Kooperation mit der LAG Kunst & Medien in den Osterferien NRW einen Workshop für Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren angeboten.

Das Loop Labor - Zwischen Sounds und Loops

Zwischen Sounds und Loops

Im inklusiven Osterferienprojekt Loop-Labor entwickelten 13 Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren eigenständig audiovisuelle Loops aus Klang, Sprache und digitaler Illustration. Inspiriert von der Ausstellung "Holding Pattern – Warteschleifen und andere Loops" im HMKV setzten sie sich künstlerisch mit Wiederholung, Rhythmus und Lebensmustern auseinander.
Mit iPads, der Animations-App Tagtool, digitalen Klanggeräten (z. B. Synthesizer, Sampler, Voice Transformer) sowie Video- und Zeichenprogrammen experimentierten die Teilnehmenden frei nach ihren Interessen. Zu den Highlights zählten die humorvollen „Elternsprüche“-Loops, Geräuschaufnahmen mit Fahrstühlen und Rolltreppen im Dortmunder U sowie die animierte Visualisierung des Wortes „LoopLabor“ – inspiriert von Åke Hodell. Die Ausstellung wurde mehrfach besucht und aktiv in den kreativen Prozess eingebunden.
Das Projekt war offen und niedrigschwellig konzipiert. Alle Jugendlichen – unabhängig von Vorkenntnissen oder Einschränkungen – konnten sich aktiv einbringen. Sie lernten eigene Ideen künstlerisch umzusetzen, Verantwortung zu übernehmen und neue Ausdrucksformen zu entdecken. Dabei zeigten sie eine hohe Eigenmotivation. Besonders geschätzt wurden der kreative Austausch in wechselnden Gruppen sowie die Verbindung digitaler und analoger Medien.
Die entstandenen Werke wurden am 4. Mai 2025 im Rahmen des gut besuchten Familiensonntags im HMKV öffentlich präsentiert. 234 Besucher*innen nahmen teil, viele davon Familienangehörige der Teilnehmenden. Ergänzt wurde die Präsentation durch eine Tagtool-Mitmachstation und ein mobiles Klanglabor. Der HMKV bewertete das Projekt als rundum gelungen und nachhaltig wirksam.
Rolle der beteiligten Kinder, Jugendlichen, Familien
Die Jugendlichen nahmen von Beginn an eine aktive Rolle im Projekt ein. Sie gestalteten ihre Werke eigenständig – von der ersten Idee bis zur fertigen audiovisuellen Loop-Komposition. Ausgangspunkt war stets ihre eigene Lebenswelt: Sie entwickelten Inhalte, nahmen Klänge und Videos auf, arbeiteten mit Sprache, erstellten digitale Illustrationen und animierten diese mithilfe von Tagtool. Auch Tonaufnahmen, etwa für den „Elternsprüche-Loop“, wurden selbstständig umgesetzt. Die Jugendlichen entschieden selbst, mit welchen Tools und Ausdrucksformen sie arbeiten wollten, und bildeten auf dieser Basis wechselnde Kleingruppen. Indem sie eigene Fähigkeiten wie den Umgang mit Videoschnittprogrammen einbrachten, gestalteten sie das Projekt aktiv mit und erweiterten die gestalterischen Möglichkeiten der Gruppe. Insgesamt entstanden dadurch vielfältige und persönliche Werke, die auf eigenem kreativen Ausdruck beruhten.
Die meisten Jugendlichen kamen zum Familiensonntag ins Dortmunder U, begleiteten ihre Familien durch die Ausstellung, erklärten ihre eigenen Werke und beteiligten sich aktiv an den Mitmachstationen. Eine klassische Abschlusspräsentation im Sinne einer Aufführung fand bewusst nicht statt – stattdessen entstand ein offenes, einladendes Format mit viel Raum für Austausch zwischen den Jugendlichen und ihren Angehörigen.
Zusammengefasst: Die Jugendlichen waren von der Konzeptentwicklung bis zur Präsentation zentrale Akteure. Die Familien wurden am Ende informell einbezogen und trugen zu einer lebendigen, interaktiven Atmosphäre bei.

Die positive Stimmung im Projekt spiegelte sich auch im Feedback der Jugendlichen wieder:

Am besten gefallen hat mir…
„der Synthesizer und dass ich selbstständig mit ihm arbeiten konnte.“ (Marin)
„das Lernen verschiedener Instrumente.“ (Karl)
„das Bearbeiten der Videos in CapCut“ (Maddox)
„Alles.“ (Julius)
„dass wir sehr viel selbst entscheiden durften, was wir machen.“ (Michelle)
„das Erstellen von Beats.“ (Ole)
„das Zeichnen auf den iPads.“ (Philomena)



Projektleitung, Kooperation & Förderung
Leitende Referent*innen: Andrea Rings & Sascha Wundes
Pädagogische Begleitung: Annkathrin Schwedhelm
Teilnehmendenstruktur: 13 Teilnehmende zwischen 12 und 16 Jahren
Projektzeitraum:  14.-17.04.2025
Ort: Dortmund
Das Projekt fand in Kooperation mit dem   HMKV Dortmund statt.
Ermöglicht wurde das Projekt durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein Westfalen.

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