Landesarbeitsgemeinschaft
Kunst und Medien NRW e.V.

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Country Comics Hürth

Der Comic-Workshop war ein innovatives Projekt für Kinder und Jugendliche, bei dem sie ihre eigenen Geschichten digital entwickeln und als Comic darstellen konnten. Dabei wurden klassische Erzähltechniken mit digitalen Medien kombiniert.

Country Comics Hürth - Von der Idee zum eigenen Comic

Von der Idee zum eigenen Comic

In diesem Workshop hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, ihre eigenen Geschichten zu entwickeln und auf innovative Weise zu präsentieren. Neben dem kreativen Schaffensprozess lag der Fokus auf der Entfaltung individueller Themen und dem kreativen Entwickeln eigener Comics. Die Förderung der Ausdrucksfähigkeit und der Freude am Erzählen standen dabei im Mittelpunkt. Durch den Einsatz von iPads, digitalen Stiften und verschiedenen Apps wurde zudem die Medienkompetenz der Teilnehmenden gezielt gefördert.
Es war ein inklusiver Workshop, an dem Kinder mit und ohne Handicap sowie Kinder mit und ohne Fluchthintergrund teilnahmen. Der Workshop bot nicht nur eine Plattform für kreativen Ausdruck, sondern vermittelte auch wichtige Schlüsselkompetenzen. Dabei wurden Fähigkeiten wie Engagement, effektive Zeitplanung, sorgfältige Arbeit sowie Sensibilität gegenüber anderen und kooperative Zusammenarbeit ganz nebenbei gefördert. Ein besonderes Augenmerk lag zudem auf der Integration und Vernetzung innerhalb der Gruppe, um eine unterstützende und zusammenhaltende Atmosphäre zu schaffen.

Ablauf und Inhalt des Workshops
Der Workshop begann mit einer Einführung in den grundsätzlichen Umgang mit iPads, digitalen Stiften und verschiedenen Apps zur Fotobearbeitung, Textumwandlung und digitalem Zeichnen. Die Teilnehmenden lernten die Grundlagen kennen und erstellten kleine Test-Comics, um sich mit den Werkzeugen vertraut zu machen.
Im nächsten Schritt beschäftigten sie sich mit der Comic-Kultur und dem Erfinden von Geschichten. Sie wurden ermutigt, eigene Themen zu finden und gemeinsam mit der Workshopleiterin und der Gruppe zu überlegen, wie sie diese in Bildern erzählen könnten.
Anschließend erstellten sie ihre Bilder entweder als verfremdete Fotos oder digital-zeichnerisch und arrangierten sie in einer Comic-App. Dabei wurden Sprechblasen und/oder Sticker hinzugefügt, um die Geschichten zu vervollständigen. Die Möglichkeit der automatischen Übersetzung von Sprechblasen über den Google-Übersetzer ermöglichte auch den Einsatz von ukrainischer und russischer Sprache.
Zum Abschluss wurde ein passender Titel für jeden Comic gefunden, bevor sie in der Abschlussveranstaltung den anderen Teilnehmenden, Eltern und Geschwistern stolz präsentiert wurden.

Ergebnisse und Ausblick
Die Comic-Werkstatt erwies sich als durchweg erfolgreich. Die Möglichkeit, Comics in verschiedenen Sprachen zu gestalten und vorzustellen, förderte die kulturelle Vielfalt und Integration. Die gelungene Verschmelzung von traditionellen Erzähltechniken mit digitalen Medien schuf eine inspirierende und innovative Atmosphäre, die einen bleibenden Eindruck bei den Teilnehmenden hinterließ. Das Projekt trug maßgeblich zur Förderung der Medienkompetenz, kulturellen Diversität und persönlichen Entwicklung der Teilnehmenden bei. 
Für die Zukunft ist geplant, das Projekt weiterzuführen und noch mehr Kinder und Jugendliche zu erreichen. Die Comic-Werkstatt soll weiterhin eine niederschwellige und kreative Möglichkeit bieten, um sich auszudrücken und die eigene Position in der Welt zu finden

Projektleitung, Kooperation & Förderung
Leitende Referentin: Andrea Rings 
Teilnehmendenstruktur: 9 Teilnehmende zwischen 10 und 16 Jahren
Projektzeitraum: 02.- 05. April 2024
Ort: Hürth
Das Projekt fand in Kooperation mit dem Hilfe für Tschernobyl-geschädigte Kinder e.V. und dem Jugendamt der Stadt Hürth statt.
Ermöglicht wurde das Projekt durch das  Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

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