Landesarbeitsgemeinschaft
Kunst und Medien NRW e.V.

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Auge Mund Nase Auge

In “AugeMundNaseAuge“ geht es, wie sollte es anders sein, um Gesichter!
Kubismus à la Pablo Picasso und Fotokunst nach David Hockney sind die Inspirationsquellen für unser Projekt. Wir zerlegen Gesichter in Bildkomponenten und ordnen diese anders an.

Auge Mund Nase Auge -

Für das Projekt haben wir die teilnehmenden Kinder in drei Altersgruppen eingeteilt: in die erste Gruppe kamen die Kinder im Alter von 6 Jahren, gefolgt von der zweiten Gruppe mit Kindern von 7 bis 8 Jahren und der dritten Gruppe mit 9 bis 11 jährigen TeilnehmerInnen. Je nach Alter gestalteten wir die einzelnen Einheiten etwas um, der grundsätzliche Ablauf blieb jedoch für alle gleich.
Jeder Tag endete, wie im Vorjahr, mit einer Reflexionsrunde zusammen mit den jugendlichen Betreuern (13 bis 16 und ca. 20 Jahre alt). Diese Gespräche waren sehr wertvoll für unsere Zusammenarbeit. Wir erhielten Rückmeldungen zur Wahrnehmung der Ateliers und konnten gleichzeitig Feedback geben.

Spieglein, Spieglein…
Am ersten Tag betrachteten wir mit den Kindern Picassos kubistische Porträts und erklärten, wie er Körper und Köpfe in abstrakte Elemente aufteilte. Dann begannen wir damit, große Bleistiftskizzen unserer Gesichter mithilfe von Spiegeln zu erstellen und dabei Gesichtsteile zu verändern.
Die Kopfformen der Skizzen übertrugen wir in gleicher Größe (Format A2) auf Pappen, schnitten sie mit einem Cutter aus und bemalten sie mit Acrylfarben. Die Reststücke der Pappe wurden von den Kindern verwendet, um Gesichtsteile wie Augen, Nase, Mund und Haare zu gestalten.
Das collagieren mit Pappe ermöglichte den Kindern, spielerisch Abstraktion zu erlernen, indem sie Elemente entwickelten, damit spielten, sie sammelten und sortierten.
Kamera und Bewegung
Am Mittwoch begannen wir mit der dritten Gruppe, die, im Gegensatz zu den jüngeren Teilnehmenden, mehr Zeit benötigte, um kreativer zu werden und Gesichtsmerkmale zu verändern. In der zweiten Workshop-Einheit fotografierten die Teilnehmer sich gegenseitig in Zweierteams. Dabei gab es jeweils zwei Durchgänge, wobei im ersten Durchgang das Modell still stehen sollte, während es im zweiten Durchgang nach jedem Bild etwas verändern durfte, z. B. die Kopfhaltung oder den Gesichtsausdruck.

Einzigartig!
Am Donnerstagvormittag konzentrierten wir uns auf die Kunst von David Hockney und versuchten, ein abstraktes großes Gesicht aus den am Vortag aufgenommenen Fotos zusammenzusetzen. Dies erforderte das Ordnen der Fotos nach oben, unten, rechts, links und in die Mitte der „Gesichtsteile“.
Die einfachste Methode, um ein abstraktes Porträt zu erstellen, bestand darin, mit einem mittigen Foto zu beginnen und andere Fotos hinzuzufügen, zu verändern oder bewusst wegzulassen.

In Vorfreude
Am vierten Tag widmeten wir uns der Fertigstellung aller Werke in gemischten Gruppen und begannen, die Ausstellung vorzubereiten.

Kunstausstellung an der frischen Luft
Zum Abschluss des Projekts am Samstagvormittag installierten wir die Ausstellung in Gruppen an einer schönen alten Backsteinmauer des Steinfelder Hofes, um am Nachmittag unsere Gäste, die Eltern und Geschwister, zu begrüßen.
In diesem Jahr wählten wir den Hof als Ausstellungsort. Wir arrangierten Bänke in einem großen Halbkreis, wo unsere Gäste Platz nehmen konnten. So entstand eine kleine Bühne vor der Backsteinwand mit den ausgestellten Werken. Nach einer Vorstellung aller Beteiligten und des Projekts führten die Kinder lockere Interviews mit ihren Betreuern durch, was für eine fröhliche Atmosphäre sorgte. Danach konnten die Besucher frei die Bilder betrachten und sich von den Kindern begleiten lassen.

Projektleitung, Kooperation & Förderung
Referentinnen: Luz Helena Diaz (Kunst Pädagogin) und Verena Günther (Fotografin)
Teilnehmendenstruktur: Kinder zwischen 6 und 11 Jahren
Projektzeitraum: 4. - 8. Oktober 2022
Projektort: Nörvenich-Hochkirchen
Das Projekt fand in Kooperation mit Caritas Düren-Jülich statt.
Gefördert durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein Westfalen.

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