Landesarbeitsgemeinschaft
Kunst und Medien NRW e.V.

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Art Performance - Sonnenblume

Ukrainischstämmige Jugendliche in Mönchengladbach beschäftigen sich auf performative Weise mit ihrer Herkunft. Es geht um Krieg und Frieden, Wünsche und Hoffnung und Texte, die Mut machen.

Art Performance - Sonnenblume - Performance, Choreografie, Musik und Gedichte

Performance, Choreografie, Musik und Gedichte

In diesem Projekt setzten sich ukrainische Jugendliche trotz der schwierigen Situation in ihrer Heimat kreativ mit ihrer Kultur und den Folgen des Krieges auseinander. Sie gestalteten individuelle Sonnenblumenblätter von beeindruckender Größe, die jeweils zwischen 3 und 4 Meter lang waren. Parallel dazu entwickeln sie eine umfassende Performance, die Elemente aus Choreografie, Musik und Poesie vereinte.
Trotz der Sorgen um ihre Familienangehörigen, die im Krieg in der Ukraine geblieben sind, gehen die Jugendlichen hier in Deutschland entschlossen voran und halten an ihren Traditionen fest. Sie singen ukrainische Lieder, tragen stolz traditionelle Kleidung und bringen Leckereien aus ihrer Heimat mit, um ihre kulturelle Verbundenheit zu zeigen. Dieser Umstand wurde im Projekt kreativ aufgegriffen:
Die ersten Treffen dienten der Themenfindung. Jede*r Teilnehmende brachte individuelle Anliegen und Herzensangelegenheiten mit, die er oder sie als Botschafter*in der Heimat präsentieren wollte. Die Ideen waren vielfältig und reichten von der Bedeutung der Musik im Leben, der Ermutigung durch Texte, der Verbindung durch Tanz bis hin zur Bewältigung von Krieg und Trauer.
Die Aufführung des Projekts war für den 24. August, den Unabhängigkeitstag der Ukraine, geplant und versprach, viele Gäste anzuziehen. Die Sonnenblumenblätter wurden zu einem beeindruckenden Bühnenbild arrangiert, wobei jedes Blatt eine individuelle Geschichte darstellte. Zur Präsentation trat jede*r Teilnehmer*in aus der Mitte heraus und entfaltete sein bzw. ihr Blatt.
Neben den visuellen Elementen wurde auch eine bewegende Choreographie einstudiert, die das Leben vor dem Krieg und die traumatischen Ereignisse während des Krieges darstellte. Mit Tüchern wurden Bilder und Bewegungen geschaffen, die vom fröhlichen Miteinander bis zu den Schrecken des Krieges reichten. Inmitten von Bomben und Kampfszenen wurden Verzweiflung und Trauer spürbar, doch am Ende erklangen Lieder der Hoffnung und Einheit in ukrainischer und deutscher Sprache, um der Sehnsucht nach Frieden und Versöhnung Ausdruck zu verleihen.

Projektleitung, Kooperation & Förderung
Leitende Referentinnen: Beate Krempe, Antoschka
Teilnehmendenstruktur: 12-14 Jugendliche von 14 bis 18 Jahren
Projektzeitraum: Juni - Oktober 2023
Ort: Mönchengladbach
Das Projekt fand in Kooperation mit Chapeau Kultur statt.
Ermöglicht wurde das Projekt durch das  Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

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